Hier finden Sie aktuelle Ergebnisse, Publikationen und Ereignisse aus Wissenschaft und Naturschutz. Die hier vorveröffentlichten Kurznachrichten werden zweimal jährlich in der Zeitschrift ANLiegen Natur zusammenfassend publiziert.

Die angepasste Pflege einer Straßenböschung zeigt Erfolge (Foto: LPV Passau e. V.).
Carmen Vidal und Franz Elender
Biodiversitätsprojekt „Blühendes Passauer Land“
Im Biodiversitätsprojekt „Blühendes Passauer Land“ des Landkreises Passau werden seit gut zehn Jahren erfolgreich artenreiche Lebensräume für Wildbienen und andere Insekten geschaffen und vernetzt. Davon profitieren wiederum auch Vögel und Fledermäuse, die auf ein reichhaltiges Nahrungsangebot angewiesen sind. Kommunen, Bauhöfe und Privatpersonen sind eingebunden und engagieren sich so für den Naturschutz.
Summary
The Biodiversity Projekt “Blühendes Passauer Land”
In the Biodiversity Project „Blühendes Passauer Land“ of the district of Passau, for about 10 years species-rich habitats for wild bees and other insects are created and networked. This in turn benefits also birds and bats, which depend on a rich food supply. Municipalities, construction yards and citizens are involved and are thus committed to nature conservation.
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Veröffentlicht am 18. Februar 2020
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Titelbild des Booklets „Ziegen“.
(Bettina Burkart-Aicher) Belege für die Haltung von Ziegen in Mitteleuropa existieren ab etwa 7.000 v. Chr., Ziegen zählen weltweit zu den ältesten Haustierrassen. Im deutschsprachigen Raum wird heutzutage ein Großteil der Ziegen in der Landwirtschaft und zunehmend in der Landschaftspflege gehalten. Ziegenbeweidung ist eine optimale Erstpflegemaßnahme für Trockenrasen, steile Hänge und andere von einer Verbuschung bedrohte Trockenstandorte. Sie eignen sich aber auch sehr gut für die Beweidung von Standorten, auf denen Rinder, Pferde und Schafe kein ausreichendes Futter finden würden oder die für diese zu steil beziehungsweise zu felsig sind.
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Veröffentlicht am 18. Februar 2020
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Titelbild des „Praxisleitfadens Ziegenbeweidung“.
(Bettina Burkart-Aicher) Bereits 2007 wurden im Unteren Saaletal (Sachsen-Anhalt) erste Flächen zur Beweidung mit Ziegen eingerichtet. Mit Fördermitteln aus dem ELER-Fonds (Europäischer Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums) vom Land Sachsen-Anhalt und der Heidehofstiftung konnte die Hochschule Anhalt ein Modellprojekt mit rotierenden Ziegenweiden entwickeln. Aktuell werden 16 Flächen im Unteren Saaletal mit Ziegen, teilweise gemeinsam mit Schafen, beweidet. Die Flächen befinden sich in Natura 2000-Gebieten und weisen eine noch artenreiche Trockenrasen-Flora und -Fauna auf, die aber durch stark verbuschte Strukturen in zum Teil extremer Steillage und durch Vergrasungen akut bedroht ist.
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Veröffentlicht am 18. Februar 2020
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Mehr als 300 Teilnehmer folgten der Einladung der ANL zum Fachsymposium „Insektenschwund – Wege aus der Krise“ (Foto: Melanie Schuhböck/ANL).
Gerti Fluhr-Meyer und Katharina Stöckl-Bauer
Insektenschwund – Wege aus der Krise: Bericht über ein internationales Fachsymposium
Das Insektensterben hat sich beschleunigt – aber was daraus folgt, darüber herrscht noch Unklarheit. Dies ist der beunruhigende Befund eines Fachsymposiums, das zum Abschluss des Schwerpunktjahres 2019 „InsektenVielfalt“ der ANL am 5. Dezember 2019 im Münchner Schloss Nymphenburg stattfand. Mehr als 300 Wissenschaftler, Verbandsvertreter, Landwirte und Interessierte diskutierten, wie eine Trendwende im Insekten- und Artenschutz gelingen kann. Die abschließende Podiumsdiskussion zeigte einmal mehr, wie schwierig und wichtig der Dialog zwischen den einzelnen Akteuren im Insektenschutz ist.
Summary
Insect Loss – Ways out of the Crisis: Report on an International Symposium
Insect loss has accelerated – but the next steps are still unclear. This is the worrying finding of a specialist symposium that took place on 5 December 2019 in the Nymphenburg Palace in Munich. More than 300 scientists, association representatives, farmers and other interested parties discussed how a turnaround in insect and species protection can be successful. The final panel discussion once again showed how difficult and important the dialogue between the individual actors in insect protection is.
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Veröffentlicht am 12. Februar 2020
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Ines Langensiepen leitet seit Ende 2019 das neu gegründete Bayerische Artenschutzzentrum am Landesamt für Umwelt (Foto: Marie Pröpper).
Paul-Bastian Nagel
Interview mit Ines Langensiepen
Leiterin des Bayerischen Artenschutzzentrums am Landesamt für Umwelt
Angesichts des Rückgangs der Artenvielfalt, hat die Bayerische Staatsregierung die Naturoffensive Bayern gestartet. Ein Kernelement des Maßnahmenpakets ist die Einrichtung des Bayerischen Artenschutzzentrums (BayAZ). Seit Oktober 2019 leitet Ines Langensiepen, bisher Referatsleiterin im Referat „Fachgrundlagen Naturschutz“ am Landesamt für Umwelt, das BayAZ. Wir wollten von ihr wissen, wie die Ziele umgesetzt werden sollen und welche Chancen und Herausforderungen Sie dabei sieht.
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Veröffentlicht am 12. Februar 2020
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Männliche Kreuzotter (Vipera berus) beim Sonnenbad am Kanaldamm im Projektgebiet Eibacher Forst (Nürnberg; Foto: Karsten Horn).
Karsten Horn, Richard Podloucky und Günter Hansbauer
Das „Artenhilfsprogramm Kreuzotter“ in Bayern
Die Kreuzotter (Vipera berus), einstmals in Bayern weit verbreitet, ist heute stark gefährdet. Im Jahr 2003 startete das Bayerische Landesamt für Umwelt (LfU) daher ein „Artenhilfsprogramm (AHP) Kreuzotter“. Dieses begann mit einem Pilotprojekt im Fichtelgebirge und wurde in den Folgejahren mit zahlreichen weiteren Projekten und verschiedenen Akteuren in anderen Landesteilen Bayerns fortgesetzt. Die dabei erarbeiteten Schutzmaßnahmen wurden in Kooperation mit lokal zuständigen Institutionen erfolgreich umgesetzt. Bayernweit wurden bislang über 115 Projekte für die Art durchgeführt, deren wesentliche Zielsetzungen und Ergebnisse in vorliegendem Beitrag zusammenfassend dargestellt sind.
Summary
Species aid program Adder in Bavaria
The Adder (Vipera berus), once widely spread in Bavaria, has become a highly endangered species. This was the reason to start a „species support programme (AHP) Adder“ in 2003 initiated by the Bavarian Environment Agency (LfU). For this, a pilot project was established in the Fichtel Mountains, which was followed by numerous additional projects in other parts of Bavaria involving various actors in subsequent years. Within the framework of the species support program, proposals for effective protection measures for the Adder were developed and implemented in cooperation with locally responsible institutions. So far, more than 115 projects have been carried out for the species throughout Bavaria. The key aims and results are summarized in this article.
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Veröffentlicht am 05. Februar 2020
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Aufgrund deutlicher Bestandsrückgänge in Bayern wird die Zauneidechse aktuell als gefährdet eingestuft (Foto: Wolfgang Völkl).
Günter Hansbauer
Fortschreibung der Roten Listen Amphibien und Reptilien für Bayern
Für Amphibien und Reptilien hat das Landesamt für Umwelt die Rote Liste (RL) gefährdeter Arten aktualisiert. Die Ergebnisse zeigen, dass 60 % der Amphibien und 90 % der Reptilien gefährdet sind. Damit weisen beide Artengruppen insgesamt einen negativen Bestandstrend auf. Die Auswertung verdeutlicht den Handlungsbedarf für Schutzmaßnahmen für diese Arten.
Summary
Update of the Red Lists of Amphibians and Reptiles for Bavaria
The Bavarian Environment Agency has updated the Red Lists (RL) of endangered species for amphibians and reptiles. The results show that 60 % of the amphibians and 90 % of the reptiles are endangered. Both species groups show a negative population trend overall. The evaluation clarifies the need for action for protective measures for these species.
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Veröffentlicht am 05. Februar 2020
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Wassergesättigter Hochmoor-Torfstich mit Sonnentau (Drosera intermedia; Foto: Matthias Drösler).
Matthias Drösler und Michael Kraut
Klimaschutz durch Moorschutz – im Klimaprogramm Bayern (KLIP 2020/2050)
Moore sind in Mitteleuropa seit der letzten Eiszeit aufgewachsen und erreichen Mächtigkeiten bis über 10 Meter. Sie sind die terrestrischen Ökosysteme mit dem höchsten Kohlenstoff-Pool pro Fläche. Durch Entwässerung und auch den Klimawandel wird dieser Pool freigesetzt und belastet das Klima. Moorschutz, Wasserstandsanhebung und Moorrenaturierung sind daher nicht nur aus naturschutzfachlicher Sicht sinnvoll, sondern können auch einen wertvollen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Im Rahmen des KLIP 2020 und dem in 2015 überarbeiteten KLIP 2050 werden seit 2008 Moorrenaturierungen in Bayern zum Klimaschutz durchgeführt. Mittlerweile sind dadurch über 115.000 t CO2-Äquivalente eingespart worden. Auf einen üblichen Wirkzeitraum von 50 Jahren berechnet, ist die Moorrenaturierung eine sehr günstige Klimaschutzmaßnahme mit CO2-Vermeidungkosten von deutlich unter 50 Euro pro t CO2. Auch wegen den Synergien mit den anderen Schutzgütern sind die Maßnahmen ein Erfolg. Bayern hat sich zum Ziel gesetzt, bis 2050 klimaneutral zu werden. Die Moore können hierzu als biologische Senken beitragen.
Summary
Climate Protection through Moor Protection – in the Climate Program Bavaria (KLIP 2020/2050)
Mires grew up in Central Europe since the last ice age and reach thicknesses of over 10 meters. They are the terrestrial ecosystems with the highest carbon pool per area. Drainage and climate change release this pool and contribute to the climate impact. Mire protection, water level elevation and peatland restoration are therefore not only sensible from a nature conservation point of view, but can also make a valuable contribution to climate protection. As part of the KLIP 2020 and the KLIP 2050, revised in 2015, peatland restoration in Bavaria has been carried out since 2008 to protect the climate. This has meanwhile saved over 115,000 t of CO2 equivalents. Calculated for a typical effective period of 50 years, bog restoration is a very favorable climate protection measure with CO2 avoidance costs of well below Euro 50 per t CO2. Also because of the synergies with the other protected goods, the measures are a success. Bavaria has set itself the goal of becoming carbon neutral by 2050. The peatlands should contribute to climate protection as biological sinks.
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Veröffentlicht am 28. Januar 2020
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Das Murnauer Moos (Foto: Michael Succow).
Michael Succow und Lebrecht Jeschke
Moorlandschaften in Bayern – ein Blick von außen
Seit Jahrzehnten war die Entwässerung lebender, also wachsender Moore die Grundlage jeder Form der Moornutzung. Dadurch wird die den Mooren eigene Kohlenstofffestlegung in eine Kohlenstoffzersetzung in Form von Kohlendioxid-Emissionen geführt. Damit sind unsere kultivierten Moore ein wichtiger Klimafaktor geworden. In einer Zeit menschenbedingten Klimawandels muss jede weitere Entwässerung sofort und überall aufhören! Moorrevitalisierung ist die Kernaufgabe zum Erhalt der Ökosystem-Dienstleistungen unserer Moore. In diesem Beitrag geben die Autoren ihre persönlichen Einschätzungen zu diesen Fragen in Bezug auf die großen Moorlandschaften Bayerns.
Summary
Moor landscapes in Bavaria – a view from the outside
For decades, the drainage of living, growing moors was the basis of every form of peatland use. As a result, the carbon determination in moors is led to a carbon decomposition in the form of carbon dioxide emissions. This has made our cultivated moors an important climatic factor. In times of human-induced climate change, any further drainage must stop immediately and everywhere! Moor revitalization is the core task for maintaining the ecosystem services of our moors. In this article, the authors give their personal assessments of these questions in relation to the large moor landscapes of Bavaria.
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Veröffentlicht am 28. Januar 2020
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Der Silbergrüne Bläuling (Polyommatus coridon) ist in Bayern eine Art der Vorwarnliste, die in der vorliegenden Auswertung berücksichtigt wurde (Foto: Büro Geyer und Dolek).
Matthias Dolek, Carmen Liegl und Anja Freese-Hager
Langfristige Bestandsentwicklung von Schmetterlingen in Bayern
Wie haben sich die Bestände bayerischer Schmetterlinge verändert? Um diese Frage zu beantworten, wurden Daten zu 90 bayerischen Tagfalter- und Widderchen-Arten aus den letzten 30 Jahren ausgewertet. Basis dafür waren erneute Kontrollen von 2.160 Altnachweisen der Artenschutzkartierung (ASK) des Bayerischen Landesamtes für Umwelt (LfU). Etwa 65 % der Altnachweise konnten nicht mehr bestätigt werden. Wenn der Altnachweis länger als 25 Jahre zurücklag, konnten etwa 80 % der Funde nicht mehr bestätigt werden. Auch bei nicht gefährdeten Arten liegt die Wiederfundrate unter 50 %. Biotopreiche Landschaften, Naturschutzgebiete und Fauna-Flora-Habitat (FFH)-Gebiete, nicht jedoch Vogelschutzgebiete, hatten einen positiven Einfluss auf die Wiederfundrate. Die in der Öffentlichkeit diskutierten Insektenverluste bestätigen sich damit in ihrem Umfang auch für Schmetterlinge in Bayern. Hoffnung macht, dass sowohl Schutzgebiete als auch Landschaften mit vielen Biotopen die Rückgänge abmildern können.
Summary
Long-term population development of butterflies in Bavaria
How did the populations of Bavarian butterflies develop? To answer this question, data on 90 Bavarian species of butterflies and burnet moths were analyzed covering the last 30 years. 2160 old records from the database Artenschutzkartierung (ASK) of the Bavarian Agency for Environment (LfU) were re-checked in recent years. About 65 % of these old records were not confirmed. If the old record was older than 25 years even 80 % were not confirmed. Even species, which are not endangered, were confirmed in less than 50 %. If the site was in a landscape rich in habitats, in a nature reserve, or in a reserve of the Habitats Directive we found a positive effect on the confirmation of the record. Bird protection areas did not have a positive effect. This study confirms for butterflies in Bavaria the magnitude of insect losses widely discussed in recent months. Our study also offers some hope, as reserves and landscapes rich in habitats mitigate the losses.
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Veröffentlicht am 21. Januar 2020
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