Hier finden Sie aktuelle Ergebnisse, Publikationen und Ereignisse aus Wissenschaft und Naturschutz. Die hier vorveröffentlichten Kurznachrichten werden zweimal jährlich in der Zeitschrift ANLiegen Natur zusammenfassend publiziert.

Titelbild des Artikels in ANLiegen Natur mit einem lichten Wald.
Matthias Dolek
Tagungsbericht zum Jubiläumssymposium: 10 Jahre Tagfalter-Monitoring in Deutschland
Symposium für Schmetterlingsschutz und 17. UFZ-Workshop zur Populationsbiologie von Tagfaltern und Widderchen vom 26. bis 28. Februar 2015
Die Schmetterlings-Workshops in Leipzig sind immer ein beliebtes Ziel für Fachleute, 2015 brachte die Kombination mit der 10-Jahres-Feier des Tagfalter-Monitorings Deutschland (TMD) besonderen Zulauf.
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Veröffentlicht am 01. Juni 2015
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Rückhaltebecken helfen Hochwasser abzumildern und sind gleichzeitig ein Eingriffe in Natur und Landschaft. Um überflutungstolerante Lebensgemeinschaften zu etablieren und so den Eingriff zu minimieren, werden sogenannte ökologische Flutungen eingesetzt (Foto: piclease/Hanns-Frieder Michler)
(Paul-Bastian Nagel) Bayern setzt mit seinem Hochwasserschutz-Aktionsprogramm 2020plus auf natürlichen Hochwasserrückhalt und technischen Hochwasserschutz. Dabei spielen insbesondere Rückhalteräume eine zentrale Rolle für einen verbesserten Hochwasserschutz. Um überflutungsbedingte Beeinträchtigungen von Natur und Landschaft in Rückhalteräumen zu vermeiden und überflutungstolerante Lebensgemeinschaften zu etablieren, werden gezielt sogenannte ökologische Flutungen eingesetzt. Das Bundesverwaltungsgericht hat in einem aktuellen Beschluss zu einem Revisionsantrag klargestellt, dass es sich bei ökologischen Flutungen um Vermeidungsmaßnahmen handelt, die ihrerseits jedoch auch einen Eingriff in Natur und Landschaft nach § 14 Bundesnaturschutzgesetz darstellen (BVerwG, Beschluss vom 19. September 2014 – 7 B 7.14).
In dem Beschluss des Bundesverwaltungsgerichtes ging es um einen Rückhalteraum an der Elzmündung auf der baden-württembergischen Rheinseite. Unter anderem wurde beklagt, dass die ökologischen Flutungen in der Planfeststellung als Vermeidungsmaßnahme und nicht als Eingriff in Natur und Landschaft behandelt wurden. Es sei außerdem gerichtlich zu klären, ob Beeinträchtigungen von ökologischen Flutungen durch die Anpassung der Lebensgemeinschaften bereits (selbst-)kompensiert sind oder ob grundsätzlich ein zusätzlicher Kompensationsbedarf festzustellen ist.
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Veröffentlicht am 28. Mai 2015
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Titelbild des Artikels CWW in ANLiegen Natur.
Paul-Bastian Nagel
Conference on Wind Energy and Wildlife Impacts – Ein Tagungsbericht
Nach Trondheim 2011 und Stockholm 2013 fand die Conference on Wind Energy and Wildlife Impacts (CWW) in diesem Jahr in Berlin statt. Mit über 100 Beiträgen und etwa 400 Teilnehmern aus fast 30 verschiedenen Nationen bot die CWW einen umfassenden Überblick über die Forschungsaktivitäten im Konfliktfeld Windenergie und Artenschutz. Ziel der Konferenzreihe ist es, den internationalen Forschungsstand zur ökologischen Begleitforschung zum Windenergieausbau zu dokumentieren und zu diskutieren.
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Veröffentlicht am 27. Mai 2015
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Titelbild des Artikels zu Arnica montana in ANLiegen Natur.
Thomas Blachnik und Regina Saller
In situ-Vermehrung von Arnica montana – Ergebnisse und Handlungsempfehlungen für die Artenschutz-Praxis
Das im „Bundesprogramm Biologische Vielfalt“ geförderte Arnika-Projekt des Landschaftspflegeverbandes Hof will den starken Rückgang der Arnika-Bestände im Bayerischen Vogtland und Fichtelgebirge stoppen. Neben einer optimierten Biotoppflege werden seit 2012 die Bestände an Wildstandorten vermehrt. Dazu werden im Projektgebiet gesammelte Arnika-Samen auf vorbereiteten Ansaatstellen ausgebracht und erprobt, was für eine erfolgreiche Ansaat notwendig ist. Als Ansaatbereiche dienten Mikrostandorte, Plaggeflächen, durch Striegeln aufgelockerte Borstgrasrasen, Fräsflächen und durch Biotoppflege entstandene Offenbodenbereiche. Eine Vermehrung von Arnica montana konnte erfolgreich eingeleitet werden.
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Veröffentlicht am 26. Mai 2015
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Titelbild des Bergwald-Artikels in ANLiegen Natur.
Sebastian Klinger, Stephan Philipp und Samantha Ruppel
Praktische Erfahrungen mit internationalen Workcamps im Bergwald
Im Rahmen der Bergwaldoffensive wurden 2013 und 2014 insgesamt drei internationale Workcamps in Zusammenarbeit mit den Internationalen Jugendgemeinschaftsdiensten durchgeführt. Ziel der Camps war es, durch das Pflanzen mehrerer Baumarten monotone Fichtenforste in Bergmischwald umzuwandeln.
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Veröffentlicht am 21. Mai 2015
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Beispiel für zwei Karten des Online-Atlas Deutschlands. So können verschiedene Parameter verglichen werden (Graphiken: BBSR 2015).
(AZ) In einem Online-Atlas können zahlreiche thematische Karten und regionale Statistiken zu den verschiedensten Lebens- und Standortbedingungen Deutschlands abgerufen werden. So sind auch zahlreiche umweltrelevante Informationen zugänglich.
Das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung ermöglicht mit einem Online-Statistikdienst und -Kartentool, regionalisierte Informationen abzufragen und darzustellen. Rund 600 statistische Kenngrößen zu den Bereichen Bildung, Soziales, Demografie, Wirtschaft, Wohnen und Umwelt können online abgerufen werden und beispielsweise für Präsentationen, Veröffentlichungen oder die eigene Information genutzt werden. Die Anwendung ist zudem für kommunale Planungen geeignet, kann Grundlagen für politische Entscheidungen liefern oder helfen, beispielsweise regionale Indikatoren, Unterrichtsmaterialien oder Potenzialanalysen zu erstellen, die statistisch oder grafisch untermauert werden können.
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Veröffentlicht am 19. Mai 2015
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Kleinere Flugdrohnen, wie das im Experiment verwendete Modell, haben nach ersten Erkenntnissen keine starken Auswirkungen auf Vögel. Dennoch sind sie umsichtig zu verwenden und die rechtlichen Rahmenbedingungen zu beachten (Foto: Cyleone/france).
(AZ) Ferngesteuerte kleine Flugobjekte – Drohnen – haben nach ersten Versuchen französischer Wissenschaftler nur geringen Einfluss auf das Fluchtverhalten von Vögeln. Dies ist aufgrund der zunehmenden Hobby-Drohnenflüge eine gute Nachricht. Inwiefern diese Flüge jedoch auch eine Störung im Sinne des § 44 Absatz 1 Nummer 2 BNatSchG darstellen können, bleibt offen. Nicht untersucht ist außerdem, welche Effekte Drohnenflüge auf andere als die untersuchten (Vogel-)Arten haben und ob die Tiere physiologischen Stress ausgesetzt sind.
Forscher untersuchten an drei Vogelarten (Stockente, Anas platyrhynchos, Flamingo, Phoenicopterus roseus und Grünschenkel, Tringa nebularia), wie sich anfliegende Drohnen auf das Fluchtverhalten pflanzenfressender Vögel auswirken. Dabei stellten sie fest, dass sich in 80 % der Fälle das Verhalten bis auf eine Annäherung auf 4 m nicht sichtbar veränderte. Dabei spielte weder Anfluggeschwindigkeit und Drohnenfarbe noch die Anzahl der Anflüge eine Rolle für das Verhalten, während der Anflugwinkel auf alle drei untersuchten Vögel von Bedeutung war. So wirkte sich ein seitlicher Anflug weniger auf das Fluchtverhalten aus als ein senkrecht von oben kommender, der wohl mit einem Anflug eines Fraßfeindes assoziiert wurde. Für Greifvögel, Krähen und Möwen (die hier nicht untersucht wurden) gibt es dagegen zahlreiche Belege dafür, dass derartige Drohnen auch bei größeren Distanzen angegriffen werden, also deutlichen Einfluss auf das Verhalten der Tiere haben. Einen Sicherheitsabstand von rund 100 m sehen die Forscher als sinnvoll an, da sie durch ihre Untersuchungen nicht ausschließen konnten, ob die Vögel trotz äußerlich nicht geändertem Verhalten möglicherweise doch unter physiologischem Stress litten.
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Veröffentlicht am 12. Mai 2015
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Titelbild der Broschüre „Lebensraum unter Strom“.
Lebensraum unter Strom – Trassen ökologisch managen. Ein Praxisleitfaden.
(PN) Der Netzausbau ist ein nach wie vor heiß diskutiertes Thema. Naturschutzfachlich werden vor allem die negativen Auswirkungen von Trassen auf Vögel diskutiert. Doch unterhalb der Freileitungen und oberhalb von Erdkabeln bietet sich auch ein naturschutzfachliches Aufwertungs- und Vernetzungspotential. Eine aktuelle Veröffentlichung des Deutschen Verbandes für Landschaftspflege (DVL) zeigt Möglichkeiten auf, wie ein ökologisches Trassenmanagement ausgestaltet werden kann, um diese Potentiale zu nutzen. Zunächst werden Kriterien für ein ökologisches Trassenmanagement definiert und der Netzplanungsprozess grob umrissen. Sowohl für die Trassenplanung als auch für die Trassenpflege werden Handlungsmöglichkeiten aber auch Grenzen einer naturschutzfachlichen Aufwertung aufgezeigt. Nicht behandelt werden allerdings naturschutzfachliche Zielkonflikte, insbesondere mit Blick auf das besondere Artenschutzrecht, die durch ein ökologisches Trassenmanagement entstehen können. Solche Konflikte sind dann denkbar, wenn durch attraktive Strukturen zunehmende Aktivitäten von Fledermäusen und Vögeln das Risiko für einzelne Individuen erhöhen, mit den Freileitungen zu kollidieren.
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Veröffentlicht am 07. Mai 2015
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Vorhaben außerhalb von Natura 2000-Gebieten müssen auf Verträglichkeit mit den Erhaltungszielen von FFH-Gebieten nur geprüft werden, wenn beispielsweise Wanderkorridore oder Zugrouten erhaltungszielgegenständlicher Arten zwischen Gebieten oder Gebietsteilen des Natura 2000-Netzes betroffen sein können (Foto: ecoline/Andreas Zehm).
(Paul-Bastian Nagel) Pläne und Projekte, die zu erheblichen Beeinträchtigungen von Flora-Fauna-Habitat- oder europäischen Vogelschutzgebieten führen können, erfordern eine Verträglichkeitsprüfung mit den jeweiligen Erhaltungszielen. Die Prüfung ist gebietsbezogen durchzuführen. In Einzelfällen kann eine Prüfung jedoch auch dann erforderlich werden, wenn ein Vorhaben außerhalb eines Gebietes realisiert werden soll. Entweder um mögliche Auswirkungen zu untersuchen, die im Gebiet zu Veränderungen führen können (zum Beispiel Störungen von geschützten Arten durch Schallimmissionen) oder um negative Summationswirkungen oder Beeinträchtigungen der Vernetzungsfunktionen des Schutzgebietsnetzes insgesamt zu prüfen.
In einem Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom 31.01.2015 (7 VR 6.14) wurde ein Ausbauvorhaben für eine Eisenbahnstrecke behandelt. Die Entscheidung wird im „Recht der Natur-Schnellbrief 188“ von U. Philipp-Gerlach vorgestellt.
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Veröffentlicht am 05. Mai 2015
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Titelbild der Online preview-Version des Artikels in ANLiegen Natur.
Bernd Raab
Erneuerbare Energien und Naturschutz – Solarparks können einen Beitrag zur Stabilisierung der biologischen Vielfalt leisten
In fünf zwischen 2001 und 2010 errichteten Solarparks wurden Flora, Vegetation und ausgewählte Tiergruppen im Jahr 2013 untersucht, um herauszufinden, ob Solaranlagen Effekte auf die biologische Vielfalt eines Raumausschnittes haben. Dabei wurden 231 Pflanzen- und 157 Tierarten festgestellt. Es zeigte sich, dass neben dem Alter der Anlagen die Nähe zu Lieferbiotopen (möglichst unter 500 m) entscheidend für eine Zuwanderung und die standörtliche Vielfalt der Anlage sind. Markstetten, die älteste Anlage mit der größten Biotopvielfalt im Umgriff, erwies sich im Sinne der biologischen Vielfalt als die beste Anlage.
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Veröffentlicht am 30. April 2015
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